Seit kurzem verfügt die NZZ (nach BaZ, TA und anderen) auch über eine eigene (Bezahl-)Applikation für das iPhone. Im Gegensatz zu den Gratis-Apps der Konkurrenz kostet die NZZ Online zwar Fr. 3.30 und somit etwas mehr als eine Druckausgabe. Sie darf aber immer noch als günstig gelten, schneidet in der Nutzerbewertung jedoch schlechter ab als die offenbar gemeinsam entwickelte App von BaZ, BZ und TA. Woran das liegt? Vermutlich an der wenig phantasievollen Oberfläche, die wie figura zeigt an der Spartenaufteilung der Druckausgabe klebt. Zudem werden die technischen Möglichkeiten der Plattform kaum genutzt. Die App geht wenig weiter als die mobile Version der NZZ website. Allerdings liegt sie erst in der Version 1.0 vor, wir dürfen also auf wesentliche Verbesserungen hoffen.
Meines Erachtens ist die App allerdings auch Symptom einer tiefgreifenden Malaise im Hause NZZ, was den Umgang mit den Herausforderungen der neuen Medien betrifft. Diese stellen bekanntlich das Geschäftsmodell der herkömmlichen Medien in zentralen Punkten in Frage. Der Königsweg, wie damit umzugehen wäre, ist unbekannt. Um ihn zu finden, sind jedoch mutige, konzeptionell ansetzende Experimente wohl unumgänglich, wie wir sie vor allem bei angelsächsischen Medien wie WSJ, FT, NYT, Economist etc sehen. Die Experimentierlust der NZZ hält sich demgegenüber aber bisher leider in engsten Grenzen, was uns wenig zuversichtlich stimmt.
Donnerstag, 31. Dezember 2009
Mittwoch, 30. Dezember 2009
Gefährliche Hunde
Auch die Schweizer Politik ist auf den Hund gekommen, das wissen wir. Interessant ist trotzdem, dass in Grossbritannien ein vor 18 Jahren eingeführtes Verbot bestimmter Hunderassen gemäss heutigem Artikel wenig gebracht hat. Im Vergleich wird festgestellt, dass es in der Schweiz aufgrund mangelnder Bundeskompetenz 23 kantonale Hundepolitiken gibt. Welchen Schluss zieht das liberale Meinungsblatt? Der hündische Föderalismus gehört durch eine zentrale Regelung ersetzt.
Ein Kommentar sollte eigentlich überflüssig sein ... trotzdem: Wenn schon der Vergleich mit Grossbritannien zeigt, dass die interventionistische Hundepolitik des Zentralstaats fehlgeht, weshalb fordert dann crz eine ebensolche für die Schweiz? Wie würde der Brite sagen: fail. Note: 3.
Ein Kommentar sollte eigentlich überflüssig sein ... trotzdem: Wenn schon der Vergleich mit Grossbritannien zeigt, dass die interventionistische Hundepolitik des Zentralstaats fehlgeht, weshalb fordert dann crz eine ebensolche für die Schweiz? Wie würde der Brite sagen: fail. Note: 3.
Sonntag, 13. Dezember 2009
CRU + 15
Die Akte Climategate in der NZZ kann für's erste geschlossen werden. Der zuständige Redaktor Spe hat am Freitag auf der Seite Meinung & Debatte einen Beitrag zum Aufräumen nach der Klima-Affäre gebracht, der der Bedeutung des Themas endlich angemessen ist - wohl nicht zuletzt, weil ihn die Umstände dazu gezwungen haben. Nach den vergeblichen Versuchen des Totschweigens und der Verniedlichung ("Sturm im Wasserglas") musste er nun angesichts der in die Wege geleiteten Untersuchungen anerkennen, dass Climategate die Glaubwürdigkeit der involvierten Forscher kompromittiert hat. Diese kann nur durch schonungslose Offenheit wieder hergestellt werden.
Aus Sicht des treuen NZZ-Lesers, dem diese Erkenntnis bis jetzt vorenthalten worden ist, bleibt zu hoffen, dass der Redaktor gelernt hat, die persönliche Auseinandersetzung mit unbequemen Wahrheiten in wesentlich kürzere Zeiträume zu komprimieren, sodass der Leser ihn nicht in jeder Phase seiner Trauerarbeit begleiten muss ...
Note: Ungenügend aufgrund der übermässig und unnötig langen Verzögerung.
Nachtrag: Im besagten Beitrag sind die Leser-Kommentare deaktiviert. Ob das wohl mit den recht eindeutigen Reaktionen auf den letzten Beitrag zu tun haben mag? Es war wohl eher das Wochenende.
Aus Sicht des treuen NZZ-Lesers, dem diese Erkenntnis bis jetzt vorenthalten worden ist, bleibt zu hoffen, dass der Redaktor gelernt hat, die persönliche Auseinandersetzung mit unbequemen Wahrheiten in wesentlich kürzere Zeiträume zu komprimieren, sodass der Leser ihn nicht in jeder Phase seiner Trauerarbeit begleiten muss ...
Note: Ungenügend aufgrund der übermässig und unnötig langen Verzögerung.
Nachtrag: Im besagten Beitrag sind die Leser-Kommentare deaktiviert. Ob das wohl mit den recht eindeutigen Reaktionen auf den letzten Beitrag zu tun haben mag? Es war wohl eher das Wochenende.
Mittwoch, 2. Dezember 2009
CRU + 7
Mit für die Tagespresse unanständig grosser Verzögerung hat die NZZ in völliger Missachtung des Gebots der Ausgewogenheit und Sachlichkeit ("Sturm im Wasserglas") heute, also mit über einer Woche Verspätung, in der Forschung und Technik (S. 61) ein überaus tendenziöses Interview mit einem Schweizer Meinungsführer als ersten eigenen Beitrag gebracht, ohne die Gegenseite zu Wort kommen zu lassen. Mit dieser einseitigen, unausgewogenen Berichterstattung steht sie in starkem Kontrast zur angelsächsischen Konkurrenz (zB Economist), die dem Thema die ernsthafte Behandlung zukommen lässt, die es verdient. Es ist wohl etwas unglücklich für die NZZ, dass ausgerechnet heute erste personelle Konsequenzen gezogen worden sind ... man darf hoffen, dass auch bei der NZZ in dieser Sache noch nicht das letzte Wort gesprochen worden ist.
Montag, 30. November 2009
CRU + 5
Die NZZ schweigt nach wie vor. Es ist demnach davon auszugehen, dass dahinter nicht Nachlässigkeit, sondern redaktionelle Absicht steht. Das ist bedenklich.
Mittwoch, 25. November 2009
CRU + 1
Die NZZ schweigt die CRU-Geschichte auch heute wieder tot. Trotz dreier Seiten "menschengemachtem" Klimawandel in der Forschung + Technik ...
Dienstag, 24. November 2009
Die CRU Lücke in der NZZ
Im Hinblick auf "Kopenhagen" ist die Geschichte vom Datendiebstahl an der Klimaforschungseinheit der britischen Universität von East Anglia sicher mehr wert als eine dürre Agenturmeldung. Die Meldung des Hacks ist bestätigt, aber die Authentizität der auf dem Internet verfügbaren, umfangreichen Korrespondenz der Forscher ist noch nicht gesichert. Die Vermutung der Authentizität steigt jedoch parallel zur verstrichenen Zeit bis zum Dementi. Online wogt die Diskussion schon seit dem Wochenende. Wie lange noch dauert es, bis sie auch von der NZZ aufgegriffen wird?
Die Geschichte ist daher relevant, weil sie die Glaubwürdigkeit der auf kriminelle Weise blossgestellten, in der Klimadebatte prominenten Forscher in mehrfacher Hinsicht in Frage stellt. Und es ist ja nicht so, dass die Klimadebatte keinen Aktualitätswert besitzt, widmet ihr doch die NZZ in der heutigen Ausgabe eine ganze Seite (13).
Die Geschichte ist daher relevant, weil sie die Glaubwürdigkeit der auf kriminelle Weise blossgestellten, in der Klimadebatte prominenten Forscher in mehrfacher Hinsicht in Frage stellt. Und es ist ja nicht so, dass die Klimadebatte keinen Aktualitätswert besitzt, widmet ihr doch die NZZ in der heutigen Ausgabe eine ganze Seite (13).
Dienstag, 29. September 2009
Chanel mit Klettverschlüssen
Nach einer Woche ist das neue Kleid der Alten Dame nun also eingetragen, und es gefällt in dem Sinne, dass es keinen besonderen Widerstand bietet. Die Ecken und Kanten und die ungewöhnliche visuelle Sprache der "alten" NZZ sind Vergangenheit, wir haben jetzt ein süffiges Mainstream Premium Produkt - wohl genauso wie es beabsichtigt war. Ein sicher nicht unwillkommener Nebeneffekt in der Gesamtrechnung der "luftigen" Gestaltung ist, dass die gleiche Nutzlast (i.e. Inserate) mit etwa einem Fünftel weniger redaktioneller Substanz getragen werden kann. Solange der Leser nichts merkt ...
Ein paar Kritikpunkte seien aber trotzdem angebracht, der schwerwiegendste zuerst: Ein rein digitales Bezahlabonnement à la WSJ oder Economist fehlt nach wie vor. Ich will kein Papier mehr bezahlen.
Alles andere ist eigentlich schon Nebensache: Die Beschränkung auf drei Bünde ist gut, auch wenn sich Sport und Zürich so nicht mehr mit einem einzigen Handgriff eliminieren lassen. Dafür ist die Handhabung des nach wie vor umständlichen Formats etwas erleichtert. Wozu der Kursteil im Stil eines Reuters-Terminals noch dienen soll, wäre rätselhaft, wäre da nicht die besagte Nutzlast, die kaum neben das Feuilleton passt...
Wie weit die Konvergenz der beiden national-deutschsprachigen Zeitungen schon fortgeschritten ist, wollen wir nach Begutachtung der anderen Zeitung für die Schweiz (ob und wie sich dieser neue claim auf die politische Positionierung der NZZ auswirken wird, bleibt abzuwarten) sehen, des heute in neuer Gestaltung erschienenen Tagesanzeigers.
Ein paar Kritikpunkte seien aber trotzdem angebracht, der schwerwiegendste zuerst: Ein rein digitales Bezahlabonnement à la WSJ oder Economist fehlt nach wie vor. Ich will kein Papier mehr bezahlen.
Alles andere ist eigentlich schon Nebensache: Die Beschränkung auf drei Bünde ist gut, auch wenn sich Sport und Zürich so nicht mehr mit einem einzigen Handgriff eliminieren lassen. Dafür ist die Handhabung des nach wie vor umständlichen Formats etwas erleichtert. Wozu der Kursteil im Stil eines Reuters-Terminals noch dienen soll, wäre rätselhaft, wäre da nicht die besagte Nutzlast, die kaum neben das Feuilleton passt...
Wie weit die Konvergenz der beiden national-deutschsprachigen Zeitungen schon fortgeschritten ist, wollen wir nach Begutachtung der anderen Zeitung für die Schweiz (ob und wie sich dieser neue claim auf die politische Positionierung der NZZ auswirken wird, bleibt abzuwarten) sehen, des heute in neuer Gestaltung erschienenen Tagesanzeigers.
Mittwoch, 23. September 2009
Faszinosum NZZ
Dieses Logbuch hat eine lange Genese durchlaufen. Der eigentliche Entscheid zu seiner Realisierung ist gefallen, nachdem der Autor von der eben erfolgten Neugestaltung der NZZ erfahren hat. Im Schatten des neuen Kleids der Alten Tante geht nun der NZZmonitor an's Netz. Das neue Kleid ist aber nicht Auslöser noch Ursache, sondern allenfalls Vorwand. Denn der Zweck der Übung ist eine nüchterne, ausgedehnte Kosten / Nutzen-Abwägung.
Der Autor hat mit der NZZ seine intellektuelle Sozialisation erfahren. Und dennoch - oder gerade deshalb? - fragt er sich anlässlich der kürzlich fällig gewordenen Abonnementsrechnung, ob der Abonnementspreis mit fast CHF 500 heute noch gerechtfertigt ist. Es würde nicht wundern, wenn die Kosten für physische Produktion und Verteilung des täglichen Zellstoffbündels mehr als die Hälfte des Preises ausmachten, ohne dass dem ein Kundennutzen gegenübersteht. Im Gegenteil: Der Autor ärgert sich bei der Lektüre regelmässig über das unhandliche Format, und später über die Notwendigkeit der Entsorgung.
Die Tagespresse steht im Auge zweier Orkane. Der eine, vorübergehende, ist die laufende Wirtschaftsschwäche. Viel wichtiger allerdings ist die existentielle Krise des Geschäftsmodells angesichts des Internets. Eine Zeitung ist in ihrem Wesen ein immaterielles Gut und als solches vollständig digital reproduzierbar.
Digital reproduzierbare Inhalte werden aber unweigerlich entmaterialisiert - die Musikindustrie könnte ein Lied davon singen. Die Tagespresse hingegen hat erst mit dem Lernprozess begonnen und kann sich noch nicht von der Haptik des Papiers lösen. Im Vergleich zum Internet ist Papier als Medium jedoch in fast jeder Hinsicht unterlegen: es ist um Grössenordnungen teurer & schwerfälliger in der Produktion, es beschränkt die Inhalte, es gibt feste Produktionsrhythmen vor und ist nicht interaktiv. Zudem ist die gezielte Suche nach früheren Inhalten aufwendig.
Diese Situation ist für die gesamte Tagespresse virulent, vermutlich sogar für alle Druckerzeugnisse. Für die NZZ ist die Lage aber besonders kritisch, denn sie hat ein einzigartiges Produkt zu schützen. Ein Bündel von Eigenschaften zeichnet die NZZ gegenüber anderen Tageszeitungen aus: Sie ist redaktionell unabhängig, hat eine bekannte politische Position, sie pflegt einen wohltuend unaufgeregten Stil, ist der Qualität journalistischen Handwerks verpflichtet und geht last, but not least sorgfältig mit der Sprache um. All das macht sie aus, aber keines dieser Attribute klebt nota bene am Papier.
Wie reagiert die Führung der NZZ auf die existentielle Krise ihres Geschäftsmodells? Sie präsentiert uns heute alten Wein in runderneuerten Schläuchen. Es wurde ein CEO-Modell zwecks Kostenreduktion eingeführt. Redaktionelle Kapazität wird abgebaut, es werden Kompromisse bei der inhaltlichen Qualität gemacht, u.a. indem gelegentlich Inhalte aus der verwandten angelsächsischen Presse (Financial Times, Wall Street Journal, Economist) abgewandelt rezykliert werden. Solches und ähnliches während der neuen Abonnementsperiode möglichst umfassend zu dokumentieren ist Aufgabe des NZZmonitors. Kommentare und Beiträge weiterer Monitore sind übrigens hoch willkommen!
Mit der diagnostizierten Bewegung in Richtung mainstream wird allerdings Raubbau an der Marke NZZ betrieben, ohne dass mit einer nachvollziehbaren strategischen Neupositionierung experimentiert wird, durch die eine nachhaltige Erfolgsposition in Formen, Inhalten und Geschäftsmodell entdeckt werden könnte. Oder anders ausgedrückt: die unverändert beibehaltene Verhaftung am Papier als strategischem Trägermedium ist das grösste und wagnisreichste Experiment in der 230-jährigen, stolzen Geschichte der NZZ. Keiner weiss, wie die Tageszeitung der Zukunft aussehen wird, nur eins ist ziemlich klar: Sie wird sich stark von der heute üblichen Form unterscheiden. Wir wünschen der Alten Tante alles Gute und beobachten sie aufmerksam.
Der Autor hat mit der NZZ seine intellektuelle Sozialisation erfahren. Und dennoch - oder gerade deshalb? - fragt er sich anlässlich der kürzlich fällig gewordenen Abonnementsrechnung, ob der Abonnementspreis mit fast CHF 500 heute noch gerechtfertigt ist. Es würde nicht wundern, wenn die Kosten für physische Produktion und Verteilung des täglichen Zellstoffbündels mehr als die Hälfte des Preises ausmachten, ohne dass dem ein Kundennutzen gegenübersteht. Im Gegenteil: Der Autor ärgert sich bei der Lektüre regelmässig über das unhandliche Format, und später über die Notwendigkeit der Entsorgung.
Die Tagespresse steht im Auge zweier Orkane. Der eine, vorübergehende, ist die laufende Wirtschaftsschwäche. Viel wichtiger allerdings ist die existentielle Krise des Geschäftsmodells angesichts des Internets. Eine Zeitung ist in ihrem Wesen ein immaterielles Gut und als solches vollständig digital reproduzierbar.
Digital reproduzierbare Inhalte werden aber unweigerlich entmaterialisiert - die Musikindustrie könnte ein Lied davon singen. Die Tagespresse hingegen hat erst mit dem Lernprozess begonnen und kann sich noch nicht von der Haptik des Papiers lösen. Im Vergleich zum Internet ist Papier als Medium jedoch in fast jeder Hinsicht unterlegen: es ist um Grössenordnungen teurer & schwerfälliger in der Produktion, es beschränkt die Inhalte, es gibt feste Produktionsrhythmen vor und ist nicht interaktiv. Zudem ist die gezielte Suche nach früheren Inhalten aufwendig.
Diese Situation ist für die gesamte Tagespresse virulent, vermutlich sogar für alle Druckerzeugnisse. Für die NZZ ist die Lage aber besonders kritisch, denn sie hat ein einzigartiges Produkt zu schützen. Ein Bündel von Eigenschaften zeichnet die NZZ gegenüber anderen Tageszeitungen aus: Sie ist redaktionell unabhängig, hat eine bekannte politische Position, sie pflegt einen wohltuend unaufgeregten Stil, ist der Qualität journalistischen Handwerks verpflichtet und geht last, but not least sorgfältig mit der Sprache um. All das macht sie aus, aber keines dieser Attribute klebt nota bene am Papier.
Wie reagiert die Führung der NZZ auf die existentielle Krise ihres Geschäftsmodells? Sie präsentiert uns heute alten Wein in runderneuerten Schläuchen. Es wurde ein CEO-Modell zwecks Kostenreduktion eingeführt. Redaktionelle Kapazität wird abgebaut, es werden Kompromisse bei der inhaltlichen Qualität gemacht, u.a. indem gelegentlich Inhalte aus der verwandten angelsächsischen Presse (Financial Times, Wall Street Journal, Economist) abgewandelt rezykliert werden. Solches und ähnliches während der neuen Abonnementsperiode möglichst umfassend zu dokumentieren ist Aufgabe des NZZmonitors. Kommentare und Beiträge weiterer Monitore sind übrigens hoch willkommen!
Mit der diagnostizierten Bewegung in Richtung mainstream wird allerdings Raubbau an der Marke NZZ betrieben, ohne dass mit einer nachvollziehbaren strategischen Neupositionierung experimentiert wird, durch die eine nachhaltige Erfolgsposition in Formen, Inhalten und Geschäftsmodell entdeckt werden könnte. Oder anders ausgedrückt: die unverändert beibehaltene Verhaftung am Papier als strategischem Trägermedium ist das grösste und wagnisreichste Experiment in der 230-jährigen, stolzen Geschichte der NZZ. Keiner weiss, wie die Tageszeitung der Zukunft aussehen wird, nur eins ist ziemlich klar: Sie wird sich stark von der heute üblichen Form unterscheiden. Wir wünschen der Alten Tante alles Gute und beobachten sie aufmerksam.
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